Eine WordPress 3.1 Installation richtig auf eine neue Domain umziehen

Verfasst am 01.01.20172011-05-01 12:02:50
Mit diesem Blog-Eintrage möchte ich Euch zeigen wie man eine WordPress 3.1 Installation ordnungsgemäß auf eine neue Domain bzw. einem neuen Webserver umzieht. Dazu muss als erstes die WordPress-Installation mit MySQL-Datenbank und allen ihren Daten gesichert werden. Also allen Blog-Einträgen, Kommentaren, Links, Plugins, Widgets und Templates, kurz ausgedrückt eine komplette Sicherung des Blogs. Zwar bietet die interne Import- bzw. Export-Funktion von WordPress eine Sicherung aller Inhalte. Allerdings zählen dazu beispielsweise keine Plugins, Einstellungen oder Widgets. WordPress exportiert lediglich Beiträge, Seiten und Kommentare. Um also eine komplette Sicherung der MySQL-Datenbank anzulegen empfiehlt es sich das Tool phpMyAdmin (PHP, Freeware) zu installieren. phpMyAdmin ist eine sehr weit verbreitete und oft genutzte Freeware Datenbankverwaltung womit ihr all eure MySQL-Datenbanken verwalten könnt. Allerdings bieten sich dafür noch andere Programme wie z.B. MySQLFront (Windows, Shareware), MySqlDumper (PHP, Freeware) oder HeidiSQL (Windows, Freeware). Um nun nach der Installation und der Einrichtung von phpMyAdmin ein komplettes Backup anzulegen, geht auf euer phpMyAdmin (bspw. http://www.deine-seite.de/phpMyAdmin), loggt euch ggf. mit euren MySQL-Daten ein und klickt danach im linken Frame auf die Datenbank in der WordPress installiert ist. Sollte nicht bekannt sein um welche Datenbank es sich handelt, schaut in der WordPress-Konfiguration nach (‘wp-config.php’) – Nach Auswahl der richtigen Datenbank solltet ihr im linken Frame nun alle Tabellen sehen. Klickt nun im rechten Frame oben auf “Exportieren“. Auf der kommenden Seite könnt ihr nun im Auswahlfeld links bestimmen welche Tabellen der Datenbank gesichert werden sollen. Da wir eine komplette Sicherung machen wollen, müssen alle WordPress-Tabellen markiert werden. Danach muss unbedingt Struktur & Daten ausgewählt und ein Haken bei Drop Table gesetzt werden. Nun kann unten noch ausgewählt werden, ob die Daten komprimiert oder nicht komprimiert exportiert werden. Wenn ihr “Senden” auswählt erhaltet ihr eine nicht komprimierte .sql-Datei, bei “Zip” und “GZip” erhaltet ihr eine komprimierte .zip- bzw. .tar.gz-Datei. Nun haben wir ein vollständiges Backup der MySQL-Datenbank. Jetzt fehlt noch eine Sicherung aller Dateien der WordPress-Installation. Um diese anzufertigen bieten einige Hoster in Plesk oder Confixx einen Datei-Manager mit Backup-Option oder eine reine Backup-Funktion mit der ihr ganz einfach den ganzen WordPress-Ordner zip-komprimiert runterladen könnt. Solltet ihr so eine Möglichkeit nicht haben, dann braucht ihr den FTP-Zugang von eurer WordPress-Installation. Verbindet euch einfach auf den FTP, navigiert zum Ordner wo WordPress enthalten ist und kopiert euch den ganzen Ordner inkl. allen Unterdateien auf euren Rechner. Nicht wundern, der Transfer kann etwas länger brauchen, da sehr viele kleine Dateien transferriert werden müssen. Ist der Vorgang fertig, habt ihr erfolgreich eine Komplettsicherung der WordPress-Installation angelegt. Nun müsst ihr alle WordPress-Dateien auf den neuen Webspace/Webserver hochladen und auch hier muss phpMyAdmin installiert werden, damit wir die MySQL-Datenbank später auch wieder importieren können. Habt ihr phpMyAdmin installiert, geht wieder auf die phpMyAdmin Seite (bspw. http://www.neue-seite.de/phpMyAdmin), loggt euch ggf. wieder mit euren MySQL-Daten ein und klick danach im linken Frame auf die Datenbank, in der ihr die WordPress-Sicherung importieren möchtet. Nachdem die Seite geladen wurde müsst ihr im rechten Frame oben auf “SQL” klicken. Auf der folgenden Seite könnt ihr nun entweder manuell den SQL-Code angeben oder eine .sql- bzw. .zip-Datei. In unserem Fall haben wir uns eine .sql-Datei exportiert. Also müssen wir auf “Durchsuchen” klicken und die eben exportierte .sql-Datei auswählen. Und nach einem Klick auf “OK” wird das Backup importiert. Somit hätten wir nun alle Daten sowie die MySQL-Datenbank erfolgreich wiederhergestellt. Im letzten Schritt müssen nun noch die Daten der neuen MySQL-Datenbank in die Konfiguration von WordPress eingetragen werden, sowie ein paar kleine Änderungen an Pfadangaben. Die Konfigurations-Datei ‘wp-config.php’ liegt im Root-Verzeichnis von deiner WordPress-Installation. Geändert werden müssen folgende Zeilen: /** Ersetze database_here mit deinem MySQL-Datenbank-Benutzernamen */ define('DB_NAME', 'database_here'); /** Ersetze username_here mit deinem MySQL-Datenbank-Benutzernamen */ define('DB_USER', 'username_here'); /** Ersetze password_here mit deinem MySQL-Passwort */ define('DB_PASSWORD', 'password_here'); /** Ersetze localhost mit der MySQL-Serveradresse */ define('DB_HOST', 'localhost'); Habt ihr die Daten richtig eingetragen und die CHMOD-Rechte richtig vergeben, solltet ihr euren Blog ohne Probleme auf eurem neuen Webserver öffnen können. Ich hoffe ich konnte euch mit dem Umzug eures WordPress helfen.